Bibliothek - Bugout Bag

Wenn die Kacke am dampfen ist, dann bin ich weg!

Bug Out Bag (engl. Fluchtrucksack) 
 
DEFINITION: Der Bug Out Bag ist ein Rucksack mit dem Zweck für mind. 72 Stunden (drei Tage) die Grundversorgung (Wasser, Nahrung, Unterkunft, Feuer, Erste-Hilfe) zu gewährleisten.

So einfach die Definition ist, so schwer scheint es zu sein das "richtige" einzupacken und genau deshalb wird gerade bei Neueinsteigern das Thema Bug Out Bag ausführlichst ausdiskutiert und ausgefragt.

Die Antwort auf "Was packe ich in den Bug Out Bag?" ist relativ einfach:
Das was du BRAUCHST. Also nicht was du möchtest oder was Spaß machen würde, sondern was du wirklich brauchst.

Fluchtrucksack: 72 Stunden Survival

72 Stunden kann eine lange Zeit sein. Das sind immerhin ganze drei Tage. Drei Tage in welchen du dich primär von deinem Rucksackinhalt ernährst, dich damit schützt, dich warm hälst, einen Schlafplatz mit den Utensilien des BOB's baust und noch einiges mehr.

Wann warst du das letzte mal drei Tage am Stück außer Haus? Der letzte Kurzurlaub mit deiner Frau zählt nicht. Du und dein Rucksack, mehr nicht. Ist dein Rucksack ausgestattet? Weisst du wo was liegt? Hast du den Inhalt bereits ausprobiert oder weisst du nur theoretisch wann man was und wie einzusetzen hat? Bist du überhaupt vorbereitet?

Durch massig an Beiträgen und Unterhaltungen in unterschiedlichen Foren und Gruppen musste ich eines feststellen:
Viele Prepper quatschen über belanglose Details, aber besitzen nichteinmal einen Wasserfilter, wo doch jeder Mensch (Ja, JEDER) wissen sollte, dass Wasser an erster Stelle steht, noch vor dem überteuerten Messer mit organgener Aufschrift oder den 5-Sterne-Ravioli die letzendlich genauso schmecken wie die vom Discounter.

Viel Erfolg beim Zusammenstellen deines BOB's.
Wenn du Luxus brauchst, dann geh' lieber im Garten campen ;)

In 10 Schritten zum idealen Bug Out Bag:


  1. WASSER: Empfohlen werden vier Liter pro Tag, das entspricht dem Idealwert. Bei drei Tagen hätte man also bereits 12kg Packgewicht nur für das Wasser. Um Gewicht zu sparen kann man auf zwei Liter pro Tag reduzieren und zusätzlich einen Wasserfilter mitnehmen.

  2. FEUER: Die Faustregel hier lautet "Drei Möglichkeiten zum Feuerstarten". Feuerzeug, Streichhölzer, Feuerstahl.

  3. UNTERKUNFT: Ein Zelt oder Tarp und ein Schlafsack, das reicht schon! Beim Thema Unterkunft kann Wissen und Erfahrung teures Equipment ersetzen! Wenn du ein paar mal das Aufbauen eines Shelters übst, dann wirst du feststellen, dass eine einfache Plane und ein paar Meter Paracord bereits ausreichend sind.

  4. NAHRUNG: Auch hier gibt es gewisse Idealwerte die hochbezahlte Wissenschaftler anhand von Statistiken festlegen. Die beste Statistik hingegen ist deine eigene. Wie viel Nahrung reicht dir? Das erfährst du am besten im Selbsttest. Tüte Studentenfutter, 2x Treckingnahrung/MRE, Dose Thunfisch, Packung Kekse und eine Dose Hühnersuppe. So kann beispielsweise der Punkt "Nahrung" abgehakt werden.

  5. WERKZEUG: Das wichtigste Werkzeug von allen (und da gibt es keine zwei Meinungen) ist und bleibt das Messer! Du solltest Ausschau halten nach einem feststehenden Messer mit durchgehender Klinge. Wenn das gegeben ist sind weitere Unterschiede und Merkmale nur zusätzliche Details für Messerliebhaber. Hebeln, Schneiden, Stechen, Schnitzen, Dosen öffnen ... Wer es komfortabler halten möchte packt zusätzlich noch ein Multitool mit ein.

  6. KOMMUNIKATION: Entgegen vieler Meinungen reicht bereits ein kleines portables Radio schon aus. Handys/Smartphones haben meist ein eingebautes Radio welches man ebenfalls nutzen kann. Ein Funkgerät lohnt sich nur dann, wenn man sich damit auch auskennt.

  7. MEDIZIN & HYGIENE: Grundsätzlich reicht hier bereits ein erste Hilfe Kit aus dem Auto, da es alles essenzielle beinhaltet und eine Rolle Toilettenpapier. Zusätzlich empfiehlt es sich bestimmte Medikamente wie z.B. Schmerzmittel oder Desinfektionsspray einzupacken.

  8. LICHT: Eine zuverlässige LED-Taschenlampe, ein paar Kerzen und eventuell noch eine Stirnlampe. Zusätzlich einige Batterien einpacken nicht vergessen!

  9. KLEIDUNG: Entsprechend der aktuellen Witterung sollte zusätzliche Kleidung eingepackt werden. Im Sommer entsprechend weniger relevant im Winter umsowichtiger!

  10. PERSÖNLICHES: Ausweis, Krankenkarte, ein Kärtchen mit Allergien, ein Foto deiner Frau, ein Notizblock und Bleistift ect.

Beitragsautor
Beitrag bewerten

Neue Beiträge "Prepper Talk"
Gefällt dir?

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!