Wer ein Haustier hat der trägt nicht nur die Verantwortung für sich selbst und seine Familie, sondern auch für seine Haustiere. Viele von uns haben Hunde, da sich diese sehr gut zum Schutz von Grundstücken und als gute Outdoorbegleiter eignen, andere haben Katzen um dem Heim ein belebtes Zuhausegefühl zu geben. Egal welches Tier bei Dir lebt, insbesondere als Prepper musst Du auch an Deine Vierbeiner denken bei der Vorsorge.

In diesem Beitrag befasse ich mich mit der Vorsorge für Hunde und Katzen und gebe Dir Tipps und Tricks wie Du Deine Lieblinge auf SHTF vorbereitest.

Grundsätzliches zur Tierernährung

Von Sheba über Dentasticks können wir unseren Haustiere gönnen, aber ist das wirklich sinnvoll? Unsere Haustiere sind oftmals nicht nur verwöhnt, sondern (gibt es eine Steigerung von verwöhnt?) über-verwöhnt, denn sie fressen nur dieses eine Futter von dieser einen Marke oder nur dieses eine Nassfutter, wenn es im Anschluss noch diese und jene Leckerlis gibt. Ich vertrete hier eine eindeutige Meinung die dem Preppergedanken folgt: Gewöhne Deinem Tier an zu essen was da ist und wenn es das Futter nicht frisst, dann lass es so lange im Napf bis es das frisst. (Das hat nichts mit weniger Liebe zu tun, sondern mit pragmatischer Erziehung, natürlich achtest Du bei der Futterwahl auf Verträglichkeit!). Denn sollte der Krisenfall eintreten, dann denke daran, dass auch Dein Haustier eine eigene Psyche und Moral besitzt. Wer Luxus gewöhnt ist, wird im Krisenfall moralische Nachteile haben. Ich selbst habe meine Vierbeiner an eine Variante Trockenfutter gewöhnt, sodass eines der Haustiere sogar nichteinmal mehr Nassfutter "mag" (ich weiss auch nicht wieso). Das macht das Prepper für die Haustiere deutlich einfacher.

Rotierendes Lagersystem für Haustierfutter

Beim Thema Haustiernahrungslagerung gilt es einem dem Prepper (hoffentlich) bekanntem Rotierungssystem zu folgen. Das bedeutet also nicht, dass Du riesige Massen an Nahrung hortest, sondern eine gewisse Übermenge besitzt die auch tatsächlich aufgebraucht wird, auch wenn es nicht zu einer Krise kommen sollte.

Teste vorher aus wie lange Du mit einer Packung oder einem Sack Futter auskommst. Gleiche im Anschluss das reguläre MHD ab, wie lange hälst sich eine Packung/ein Sack? Dementsprechend weisst Du wie weit Du im Voraus einkaufen kannst ohne wegschmeissen zu müssen.

Beispiel: Durchschnittliche Haltbarkeit des genutzten Futters beträgt sechs Monate, ein Futtersack reicht für einen Monat. Das bedeutet, dass Du sechs Futtersäcke im Voraus einkaufen kannst und sobald einer (der mit der geringsten Haltbarkeit) aufgebraucht ist, kannst Du einen neuen einkaufen.

Szenario: Bug-Out ohne Haustiere

Es kann durchaus zu einem Szenario kommen bei welchem Du Dein Haustier nicht mitnehmen kannst, bedenke auch dies. Dafür muss Du im Voraus Deinem Vierbeiner beibringen wo sich das Futter befindet. Ich handhabe das relativ einfach: Beim Auffüllen der Näpfe mache ich mich bei meinen Vierbeiner bemerkbar und zeige ihnen wo ich das Futter herausnehme. Über längere Zeit wissen die Vierbeiner genau wo sich deren Nahrung befindet. Im nächsten Schritt sorge dafür, dass das Futter mit ein wenig Aufwand auch eigenständig erreichbar ist. Wenn durchgehend Futter im Napf ist, hat das Haustier keinen Bedarf sich an der Futterstelle zu bedienen, wenn es doch die selbe Nahrung ist und auch noch Aufwand betrieben werden muss. Sollte der nampf jedoch leer werden, dann besteht eine gute Chance, dass Dein vierbeiniger Liebling sich auch eigenständig versorgen kann.

Das kann bei einigen Haltern schwierig sein, da es neben festen Fütterungszeiten auch ein Überangebot an Leckerlis gibt die das Antrainieren von eventuellem eigenständigem Zugang zu einem "Plündern" der Leckerlis führen kann. Individuelle Lösungen gerne im Forum besprochen werden.

Haustier-EDC

So wie wir uns Bug-Out-Bags und EDC's präparieren sollten wir auch ein EDC für unsere Vierbeiner parat haben. Selbst, wenn es nur eine kleine Beintasche ist in der das notwendigste wie Zecken-Pinzette, kleine Verbrandsmaterialien, Futter- und Wassernapf und eventuelle Medikamente vorhanden sind, so haben wir unseren Vierbeiner einen großen Gefallen getan. Eine Molle-Tasche mit Futter hilft einige Tage zu überbrücken und für Hunde empfehle ich Dir ein Hundegeschirr mit Taschen, denn ein Hund kann abhängig von seiner Größe und Fitness sein EDC sogar eigenständig transportieren.

Da unsere Vierbeiner auch eigenständig Moral haben, ist es wichtig für Beschäftigung zu sorgen. Bei Hunden ist ein größerer Knochen an denen der Hund mehrere Tage zu knabbern hat gut geeignet. Unabhängig vom Haustier: Bälle und Ruten mit jagbaren Anhängern.

Exkremente

In einem Bug-In-Szenario können Ausscheidungen zum Problem werden. Bei Katzen gibt es relativ einfache Lösungen: Start auch für Katzenstreu ein rotierendes System, ähnlich wie für Futter bereits beschrieben. Wichtig ist, dass falls Du das Streu nicht rausbringen kannst Du es zumindestens abseits von jeglichen Nahrungsmitteln lagerst und bei der nächstmöglichen Gelegenheit rausbringst.

Für Hunde wird ein Bug-In-Szenario jedoch ziemlich shcwierig, unabhängig vom Bewegungsmangel. Hierbei lohnt es sich 1-2 Topfpflanzen zu haben die für kleine Geschäfte genutzt werden können, denn lieber eine Pflanze wegschmeissen, als Dein Safe-Place voll mit Exkrementen. Alternativ dazu gibt es bereits fertige  Hundeklos bestehend aus einer Rasenfläche für Zuhause, natürlich nur zur Not für's Bug-In-Szenario.


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